Indonesien
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17.500 Inseln, davon 6.000 bewohnt
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225
Millionen Bewohner
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250
Sprachen und Dialekte
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Indonesien ist ein Land wie ein Puzzle
Indonesien ist ein
Vielvölkerstaat. Das
künstliche politische Gebilde ist ein Erbe einer langen
Kolonial- und Eroberungszeit. Seit Anfang des 16. Jahrhunderts
versuchten Europäer, die Herrschaft über Indonesien an sich zu
reißen. Trotz der großen Entfernung (um Afrika herum!) waren die
Portugiesen gekommen. Ihr Interesse galt weniger der Politik
als den Schätzen des Landes: Gold, Gewürze und Sklaven nahmen
sie mit. 100 Jahre später kamen die
Holländer und blieben, es entstand ihre erste Kolonie
Niederländisch-Indien. Im Zweiten Weltkrieg eroberte Japan
das Gebiet. Am 17. August 1945 riefen General Achmed
Sukarno
und Mohammed Hatta die Unabhängigkeit Indonesiens aus.
Der größte Inselstaat der Erde
- 214 Millionen Einwohner, viertgrößte Nation der Welt -
verteilt sich auf 17.508 Inseln (davon sind 6.000
bewohnt) mit insgesamt mehr als 80.000 km Küstenlänge und
erstreckt sich über gut 5.000 km Länge beiderseits des
Äquators. Das Wort Indonesien kommt von indus (lat.) für
Indien und nesos (griech.) für Insel.
Ein sehr verbindendes Element
für die verschiedenen Volksgruppen mit insgesamt rund 250
Sprachen und Dialekten ist die einheitliche Sprache
Indonesisch (Bahasa Indonesia).
Das Klima Indonesiens ist
tropisch mit relativ gleich bleibenden Temperaturen um 27
Grad C (in Meereshöhe). Die Niederschläge werden vor allem durch
die Monsunwinde hervorgerufen; dabei fallen im westlichen
Teil des Archipels (Sumatra) ganzjährig hohe Niederschläge,
während im östlichen Teil (Bali
usw.) der Südwest-Monsun (März-Oktober) relativ trocken ist, da
die herangeführten Luftmassen aus dem trockenen Australien
stammen und nur wenig Feuchtigkeit aufnehmen konnten.
Ganz Indonesien ist
vulkanisch geprägt und dadurch sehr gebirgig, Flora und
Fauna sind. Quer durch das Land läuft die Wallace-Linie, die
biologisch Asien und Australien trennt. Indonesien ist reich
an Bodenschätzen, z. B. Erdöl, Uran, Zinn, Bauxit, Kupfer
und Nickel. Hier liegen 1/5 der Weltreserven von Kohle, Erdöl
und Erdgas.
Der Übergang der
Regierungsherrschaft vom Staatsgründer General Sukarno auf
seinen Nachfolger, General Suharto, wurde 1965 von einer
unvorstellbaren
Kommunistenhetzjagd mit bis zu einer Million Toten
begleitet. Allein auf Bali wurden 100.000 Menschen von ihren
eigenen Landsleuten umgebracht.
Bis 1998 nutzten Suharto und
seine Familie ihre Macht und Einfluss aus, um sich selbst und
ihre Freunde unvorstellbar zu bereichern; Transparency
International spricht von 35 Milliarden US-Dollar. Laut Transparency
International
gehört Indonesien heute zu den Ländern, bei denen Korruption
ein beängstigendes Hindernis für eine nachhaltige Entwicklung
darstellt und zu einem gewaltigen Verlust öffentlicher Mittel
führt, die dringend für die Bildung, das Gesundheitswesen und
die Armutsbekämpfung benötigt werden. Man kann nur hoffen, dass
der jetzige Präsident,
Susilo Bambang Yudhoyono, in seinen Bemühungen gegen die
Korruption erfolgreich sein wird.
Um eine Gleichberechtigung der
verschiedenen Volksgruppen Indonesiens in ihrer Eigenart zu
ermöglichen, verfasste die indonesische Regierung die
Pancasila, das sind fünf Prinzipien, die Grundlage der
indonesischen Verfassung, die mit der Unabhängigkeit Indonesiens
zur Staatsphilosophie erklärt wurden:
Glaube an
einen Gott
Zivilisation
und Gerechtigkeit
Die Einheit
Indonesiens
Demokratie
Soziale
Gerechtigkeit für das ganze indonesische Volk
Indonesien ist das größte
islamische Land der Welt: 87 Prozent der Bevölkerung sind
Muslime (Suniten). Danach folgen Christen (zehn Prozent), Hindus
(zwei Prozent, vor allem auf Bali),
Buddhisten und Taoisten (ein Prozent) sowie Konfuzianer und - in
den entlegenen Gebieten - Anhänger von Naturreligionen (Animisten).
Die seit der Unabhängigkeit gültige
Staatsphilosophie Indonesiens beruht auf der "harmonischen
Eintracht" zwischen den Religionsgemeinschaften Islam,
katholisches und protestantisches Christentum und Buddhismus. Trotz des überwältigenden Anteils von Muslimen ist Indonesien
kein islamisches Land, keine Theokratie (Gottesherrschaft),
sondern eine Demokratie.
Das südostasiatische Inselreich ist grundsätzlich
bekannt für seine weltoffene Auslegung des Islam.
Der Islam in Indonesien ist im internationalen Vergleich
ausgesprochen liberal; die überwiegende Mehrheit der Muslime
dort grenzt sich deutlich vom Fundamentalismus ab.
Harmonie ist landesweit eines der höchsten
Erziehungsziele.
Doch gibt es hier eine Handvoll militanter Gruppen, die das
Gesamtbild durch Terroranschläge und lautstarke Parolen trüben.
Die Insel Bali, eine hinduistische Enklave inmitten von über 190
Millionen indonesischen Moslems, ist selbst zum traurigen Symbol
dieses indonesischen Islamismus geworden: Im Oktober 2002
zündeten Terroristen im Touristenmekka Kuta gleichzeitig mehrere
Bomben. 202 Menschen kamen ums Leben – der bisher schlimmste
Anschlag in der indonesischen Geschichte. Als Täter wurde die
Jemmah Islamiyah (JI) verantwortlich gemacht, eine lokale
Gruppierung, die mit Osama Bin Ladens al Qaida in Verbindung
stehen soll.
Seit langem schwelen
Spannungen zwischen den verschiedenen Volksgruppen.
Gewaltsame Auseinandersetzungen, Unabhängigkeitskämpfe bis hin
zu Bürgerkrieg sind in einigen Teilen des Landes Normalität.
Auch die Religionszugehörigkeit spielt dabei manchmal eine
Rolle.
Erheblichen Anteil an den
Spannungen im Land haben die staatlichen Umsiedlungsprogramme (Transmigrasi).
Seit der Kolonialzeit werden Bewohner des dicht besiedelten
Kerngebiets Java und Bali
auf andere Inseln umgesiedelt. In nicht wenigen Fällen führen
diese Umsiedlungen zu Konflikten zwischen den staatlich
subventionierten Zugezogenen und der einheimischen Bevölkerung.
Zudem wirft man der Umsiedlungspolitik vor, der Umverteilung von
Macht und Einfluss zu dienen. Speziell Gebiete mit bislang
christlicher Bevölkerungsmehrheit werden durch den Zuzug
muslimischer Umsiedler in der Bevölkerungszusammensetzung stark
verändert.
Ausschreitungen entzünden sich
auch immer wieder an der Rolle der christlichen Mission bzw. der
muslimischen Da'wa ('Einladung'). Gerade die christliche Mission
wird an vielen Orten als unerlaubte Einmischung in die
religiösen Angelegenheiten der Bevölkerungsmehrheit empfunden.
Regierung und Militär reagieren
auf die Konflikte und Unabhängigkeits-Bestrebungen mit Härte.
Noch ein paar Zahlen zur
jüngeren Geschichte:
|
1998-1999 |
Nach der Entmachtung von General Suharto
übernimmt Bacharuddin Jusuf Habibie (*1936) - bis dahin
Vice-Präsident - das Amt des Staatspräsidenten. |
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20. Okt. 1999 |
Abdurrahman Wahid ('Gus
Dur',*1940) wird erster frei gewählter Staatspräsident
Indonesiens. |
|
Juli 2001 |
Megawati Sukarnoputri (*1944), Tochter des
Staatsgründers Sukarno, wird neue Staatspräsidentin. |
|
20. Mai 2002 |
Osttimor erhält die Unabhängigkeit
(República Democrática de Timor-Leste). |
|
12. Okt. 2002 |
Islamistischer Terroranschlag
auf der hinduistisch geprägten Touristeninsel Bali (über
200 Tote, schwerer Einbruch des Tourismus für viele Jahre). |
|
2004 |
finden erstmals direkte Präsidentschaftswahlen
statt, und Ex-General Susilo Bambang Yudhoyono (*1949) wird am
20. Okt. Präsident der Republik Indonesien. |
|
26. Dez. 2004 |
Durch ein Seebeben vor der Nordspitze Sumatras und eine
verheerende Flutwelle kommen vor allem an der Küste der
Provinz Aceh über 130.000 Menschen ums Leben. |
Zum Tod des ehemaligen
Präsidenten
Mohammed
Suharto am
27. Jan. 2008 finden Sie unter
News
einige von Watch Indonesia zusammengestellte
Pressemeldungen. Sie erhalten dort auch viele Informationen
über die Entwicklung Indonesiens in den vergangenen Jahren.
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Monat |
1 |
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12 |
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Min. Temp °C |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
23 |
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Max. Temp °C |
29 |
29 |
30 |
30 |
31 |
31 |
31 |
31 |
31 |
31 |
30 |
30 |
|
Feuchtigkeit % |
84 |
84 |
83 |
81 |
80 |
80 |
77 |
75 |
75 |
76 |
79 |
81 |
|
Regentage |
13 |
12 |
5 |
6 |
6 |
8 |
7 |
6 |
6 |
8 |
9 |
11 |
|
Bei den monatlich angegebenen Zahlen
handelt es sich um Durchschnittswerte
die sich aus einem Beobachtungszeitraum
heraus errechnet haben. Nachdem die
Wetterlage durch vielerlei Einflüsse
ständigen Veränderungen unterworfen ist,
können die Angaben nicht als absolut
betrachtet werden, sondern sollen eine
relative Klimaeinschätzung innerhalb der
Monate wiedergeben. Das aktuelle Klima
in Ihrem Reiseland erfahren Sie im
Internet bei verschiedenen Wetterservice
Einrichtungen. |
|
Quellen:
http://indonesien.adlexikon.de
(Indonesien)
www.auswaertiges-amt.de
http://de.wikipedia.org/wiki/Niederländisch-Indien#bis_zum_16._Jahrhundert
http://home.snafu.de/watchin
http://www.transparency.de
Quelle der Landkarte: WorldAtlas.Com.
http://www.worldatlas.com/webimage/countrys/asia/idlarge.htm
Quelle der Klimatabelle:
http://www.fit-for-travel.de/index.jsp
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